Johann-Bünting-Stiftung zeichnet Lesewerkstatt im Ruller Haus aus

11. Sep. 2026

Veranstaltungen

Folk-Musik, Film oder Theater? Lieber was für Kinder? Kunst oder Klassik? Wir zeigen Dir, was das Ruller Haus zu bieten hat …

Der Verein

Ehrenamtliche und beruflich Kulturmachende engagieren sich für Vielfalt und generationenübergreifende Kulturangebote.

Vermietung

Das Ruller Haus mit Hof und Gartenbühne, Musikraum, Diele, Küche und Kaminzimmer eignet sich für Seminare, Tagungen und vieles mehr …

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Pressespiegel

Was die Medien über das Ruller Haus zu berichten haben …

Das Ruller Haus ist am 25. August mit einem Förderpreis der Johann-Bünting-Stiftung ausgezeichnet worden. Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt die Lesewerkstatt – ein Leseförderungsprogramm für Kinder ab vier Jahren und im Grundschulalter, das seit 18 Jahren von Stephanie Scholze, bekannt als LiesA, im Ruller Haus geleitet wird.

Die Johann-Bünting-Stiftung hatte sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema Lesen gewidmet und drei Projekte mit einem Preisgeld ausgezeichnet. Die Prämierung für das Ruller Haus sei, so die Stiftung, aus einer Bewerbung hervorgegangen, die die Jury überzeugt und nachhaltig beeindruckt habe. Die Preisübergabe fand in feierlichem Rahmen statt: Vor Familien der Lesewerkstattgruppen, Angehörigen, Weggefährten und Förderern des Ruller Hauses überreichten ein Vorstands- und ein Jury-Mitglied der Stiftung den Preis.

Ein Leseförderprojekt mit gewachsener Tradition

Mit zunächst zwei Lesewerkstattgruppen begann das Konzept; heute umfasst es drei feste Gruppen für Grundschulkinder aller Klassenstufen sowie ergänzende Formate wie Bilderbuchkinos in digitaler, kreativer und geselliger Ausrichtung, Autorenbesuche und Ferienlesetage.

Stephanie Scholze, die sich seit fast 25 Jahren unter dem Namen LiesA – abgeleitet von „Lesen ist ein starker Anfang“ – dem Vorlesen widmet, verbindet in ihrer Arbeit die Vermittlung von Geschichten mit gestalterischen Anschlussaktionen: Bastel- und Spielideen, die an das Gelesene anknüpfen und über den eigentlichen Vorlesemoment hinauswirken sollen. Über ihren Ansatz sagte sie bei der Preisverleihung: „Es gibt so viele kreative Möglichkeiten, schönste Geschichten nachhaltig im kindlichen Alltag zu verankern – und das Lesen als Kulturtechnik mit Genuss zu leben.“

Wie wirkungsvoll diese Arbeit ist, zeigt sich auch daran, dass ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Projekt über Jahre verbunden bleiben. Eine Studentin, die die Lesewerkstatt selbst als Kind besuchte und später als Assistenz mitarbeitete, beschreibt in einer Rede zur Preisverleihung, wie sehr sie die Erfahrung geprägt habe – bis hin zur eigenen Studienwahl im Lehramt.

Förderpreis sichert Angebot ab

Für den Vorstand des Ruller Hauses ist die Auszeichnung nicht nur eine ideelle Anerkennung, sondern auch eine praktische Unterstützung. Neben der Förderung durch die Gemeinde Wallenhorst und den Landschaftsverband Osnabrücker Land sowie privaten Spenden trägt der Förderpreis nun dazu bei, das Programm angesichts angespannter öffentlicher Haushalte zu sichern.

Der Vorsitzende des Ruller Hauses, Arno Weerd, dankte der Stiftung für die Anerkennung und kündigte an, die Mittel gezielt in die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit zu investieren.

Fotos von Felix Middendorp.