Das Werkstattkonzert im Ruller Haus überraschte am 8. Februar 2026 mit einem außergewöhnlich reifen Auftritt der jungen, kurz vor ihrem Examen stehenden Pianistin Naho Suzuki. Unter dem Titel „Fantasien“ führte sie das Publikum auf eine klug zusammengestellte Reise durch verschiedene Epochen der Klaviermusik.
Beethoven, Schubert, Mozart und Schumann – vier große Namen, vier völlig unterschiedliche Fantasien, die Suzuki ohne Bruch, aber mit viel Gespür für Dramaturgie miteinander verband. Die Übergänge wirkten organisch, die Spannung blieb durchgehend hoch.
Ihr Spiel selbst war weit mehr als „studentisch“. Es war intensiv, emotional, brillant – und getragen von einer erstaunlichen musikalischen Reife. Suzuki formte jede Phrase mit Klarheit und innerer Logik, ohne je an Energie zu verlieren.
Das Publikum hörte gebannt zu und feierte die junge Pianistin mit langem Applaus, den die Pianistin mit Schumanns Arabesque op. 18 erwiderte. Viele Besucherinnen und Besucher waren sich einig: Dieses Konzert hätte problemlos in einer offiziellen Reihe stehen können. Gute Nachrichten: Am 21.06.2026 ist Naho Suzuki wieder im Ruller Haus zu erleben.
