Angelika Höger

LOOP-Station mit Klanglabor im unterirdischen Holzlager

*1966 in Freiburg im Breisgau Rauminstallationen
experimentelle Musik
lebt und arbeitet in Bielefeld

Angelika Hoeger Foto Norbert Meier
Foto: Norbert Meier

Ein Gewölbe unter dem Erdreich im Garten des Ruller Hauses erinnert an einen alten Weinkeller. Mit Hilfe einer Loop Station, einem elektronischem Aufnahmegerät, gestalten Besucher gemeinsam mit der Künstlerin Angelika Höger Klangcollagen. Unterschiedliche Flaschen und Gläser werden auf ihre Klangeigenschaften untersucht. Klingeln und Klappern mit Glas ist ebenso erlaubt wie Tropfen und Blubbern mit Wasser. Man kann mit dem nassen Finger über den dünnen Rand eines Weinglases streichen und so zarte Töne erklingen lassen oder mit ihm an einer dicken Flasche reiben und quietschende Geräusche erzeugen. Gemeinsam wird experimentiert, diskutiert, komponiert und vor allem gelauscht. Mit Hilfe der Loop Station werden ausgewählte Geräusche zu klingenden Collagen übereinandergeschichtet. So können zarte sphärische Elegien, rhythmische Klingelkompositionen oder tropfende Klanglandschaften entstehen.